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Zeit für Feedback: Soziales Lernen

Frau Böllnitz packt aus!

SELAM-Berlin begleitet LehrerInnen und ihre Klassen mit einem nachhaltigen Ansatz zum Erlernen sozialer Kompetenzen. Grundlage hierfür ist ein Konzept des Heidelberger Präventionszentrums mit dem Namen Faustlos. Besonders in den Klassenstufen 1-3 können Grundlagen gelegt werden die bei einer konsequenten Umsetzung dazu führen, dass eine Schule nachhaltig an der Verbesserung des Schulklimas arbeiten kann und erstaunliche Erfolge erzielt. Die von SELAM-Berlin angebotene Begleitung für LehrerInnen für das Thema soziales Lernen ist neben anderen Bausteinen (Klassenrat, Anti-Mobbing-Workshop, Einführung des Krisenteams) ein wesentliches Element für die Umsetzung einer demokratischen und auf gegenseitigem Respekt beruhenden Schulkultur.

Ursachen von Gewalt in der Schule

Erklärungsansätze für Gewalt in der Schule und ihre Bedeutung für die Gewaltprävention in der Schule (Teil 1)

Das Theorieangebot mit Erklärungskraft für die schulische Gewaltprävention ist vielfältig.
Theoriemodelle aus der Aggressionspsychologie und interaktionstheoretische Ansätze, die für das pädagogisches Handlungswissen über Gewaltprävention relevant sind, sollen die Ursachen für die Entstehung von Gewalt und Aggression in der Schule erklären. Diesem Erkenntnisstand folgend, werden Konsequenzen für die Gewaltprävention abgeleitet.
Der folgende Beitrag widmet sich den psychologischen Modellen zur Entstehung von Gewalt.

Psychologische Erklärungsansätze

psych-erkläranstze1.       Triebtheorien

Triebtheorien führen Aggression auf einen selbständigen Grundtrieb zurück. Dieser Grundtrieb produziert ständig aggressive Impulse, die sich bis zum Überschreiten einer Schwelle aufstauen. Dann entlädt sich der Aggressionsstau in einer aggressive Handlung (Freudsches Dampfkesselmodell). Nach der Katharsishypothese senkt sich das Aggressionspotential durch das „Ausleben“ der Aggressionen vorübergehend (vgl. Nolting 2005: S. 53 und 59). Die bekanntesten Vertreter dieser Theorie sind Siegmund Freud (1856 – 1939) und Konrad Lorenz (1903 – 1989). Weiterlesen

Gewalt im Kontext Schule

Verbreitung und Erscheinungsformen von Aggression und Gewalt an der Institution Schule

Gewalt in der Schule – Ein Blick zurück

Schaut man in die Vergangenheit, wird man schnell zur Erkenntnis gelangen, dass gewalttätiges Verhalten keine neue Erscheinung im Schulalltag ist. Eine gewaltfreie Schule hat nie existiert.

Beispielsweise kann man Bildern oder Erfahrungsberichten aus den vergangenen Jahrhunderten entnehmen, dass es schon immer gewalttätiges Handeln (prügelnde und sadistische Lehrkräfte, Schlägereien, Bandenkämpfe und mutwillige Beschädigung von Schuleinrichtungen) Weiterlesen

Was ist Gewalt?

Gewalt bedeutet eng betrachtet körperlicher Zwang und die Absicht, eine andere Person körperlich zu schädigen (vgl. Schwind et al. 1990: S. 35).

gewalt-ist-keine-lösung-webAuch Fuchs definiert Gewalt als absichtliche, physische Schädigung (vgl. Fuchs 1993; S. 51). Der eng gefasste Gewaltbegriff hat nach Willems den Vorteil, „[…] dass er sich auf beobachtbare Elemente bezieht, so dass eine objektive, wissenschaftliche Gewaltbeobachtung und Messung möglich wird“ (Willems 1993: S. 92).

Wird Gewalt wie oben geschehen nur auf die physische Komponente reduziert, um einen rein objektivierbaren Sachverhalt zu erlangen, ist eine individuelle Bewertung, ob Gewalt vorliegt, nicht möglich. Ob ein Verhalten als gewalttätig interpretiert wird, ist „[…] vom Bezugssystem des Beurteilers sowie situativen und normativen Kriterien der Angemessenheit des Verhaltens […]“ (Mummendey 1992: S. 304) abhängig.

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