SCHULISCHES  KRISEN- UND PRÄVENTIONSTEAM

Ist das Kollegium Ihrer Schule auf Mobbing, Bedrohungen, Nötigungen, Gewaltdelikte in der Schule, (tödliche) Unfälle oder Todesfälle von SchülerInnen oder KollegInnen, Suizid in bzw. im Umfeld der Schule, Straftaten gegen das Leben in/an Schulen oder Katastrophen vorbereitet?

So verständlich es ist, die Gedanken an solche Ereignisse zu verdrängen, so notwendig ist es aber andererseits, sich darauf vorzubereiten. Ist eine Krise erst eingetreten, fehlt die Zeit, Pläne zu entwickeln!

Hilflosigkeit und Unsicherheit im Umgang mit Krisen sind die Grundlage problematischer Reaktionsmuster von Lehrkräften. In einer Krisensituation brauchen Kinder und Jugendliche starke Erwachsene um sich.

Die Präventionsarbeit von Schulen in Hinblick auf Schulprobleme jeder Art kann nicht verhindern, dass Schulen mit Ereignissen konfrontiert werden, die ein professionelles Krisenmanagement erfordern.

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Dabei sollten Schulen aus verschiedenen Gründen nicht allein auf außerschulische Hilfen setzen:

  • Diese Hilfen stehen oft nicht unmittelbar zur Verfügung.
  • Helfer von außen können nur effektiv eingesetzt werden in Zusammenarbeit mit einem innerschulischen Krisenteam.
  • Die Bewältigung von Krisen gehört auch zum pädagogischen Auftrag der Schule.

Lehrkräfte sollen in der Lage sein, im Notfall besonnen zu reagieren und die wichtigsten Handlungsschritte zeitnah alleine oder im Kollegium zu unternehmen. Dies bedeutet aber auch, dass Schulleitung, Lehrkräfte sowie Angestellte der Schule nur dann unter hohem Stress handlungsfähig sein können, wenn sie entsprechend vorbereitet sind. Die beste Voraussetzung dafür ist ein gut funktionierendes Krisen- und Präventionsteam. Dieses Team ist stets die erste Instanz zur Bewältigung schulischer Krisenlagen. Das gilt für sämtliche Ereignisse und Situationen, die in den Notfallplänen für Berliner Schulen als Grün-, Gelb- oder Rotlagen aufgeführt sind.
Dazu übernimmt das Krisen- und Präventionsteam die Ausarbeitung von komplexen Handlungsabläufen hinsichtlich der Krisenbewältigung und instruiert das Kollegium entsprechend.

Auch wenn Polizei und Feuerwehr die Regie bei akuten Gefährdungslagen übernehmen, sind andere Ereignisse denkbar, die nicht in die Zuständigkeit der Polizei fallen und trotzdem ein professionelles Handeln von Lehrkräften erfordern, wie zum Beispiel ein tragischer Unfall. Auch hier sind kollegiale Handlungspläne und -anleitungen wichtig.
Das Krisen- und Präventionsteam gewährleistet also, dass die Reaktionen von Lehrkräften in einem tatsächlichen Notfall abgestimmt, systematisch und effektiv erfolgen.

Aufgaben des Krisen- und Präventionsteams bei der Entwicklung eines schulischen Präventions- und Interventionskonzeptes:

Prävention:

  • Weiterentwicklung der gewaltpräventiven Arbeit im Rahmen des Schulprogramms
  • Koordinierung von Maßnahmen der Gewalt- und Notfallprävention
  • Kenntnis und Pflege der „Notfallpläne für Berliner Schulen“, u.a. Aktualisierung und
  • Ergänzung von Inhalten und der Kontaktverzeichnisse (z.B. Telefonnummern)
  • jährliche Überprüfung und Aktualisierung der Angaben zur Schule für den zuständigen Polizeiabschnitt

Intervention: Handlungsfähigkeit der Schule in Not- und Krisensituationen gewährleisten:

  • koordiniertes Vorgehen in Ausnahmesituationen
  • Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Krisensituation einleiten
  • geregelten Schulbetrieb nach dem Krisenereignis sicherstellen
  • adäquate Nachsorge organisieren

 

 

Wenn Sie Interesse an dem Aufbau und der Implementierung eines Krisen- und Präventionsteams an Ihrer Schule haben oder weitere Informationen über schulische Krisen- und Präventionsteams benötigen, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

Anfragen richten Sie bitte an Mesut Göre 0176 3493 9044 oder info@selam.berlin