Aktiv gegen Mobbing

Fast jede Schule ist von Mobbing betroffen. Mobbing findet meist im Verborgenen statt. Betroffene Kinder leiden oftmals über lange Zeit hinweg im Stillen unter der Ausgrenzung, den Streichen und Übergriffen der Mobbingakteure. Aus Angst vor der Rache der Peiniger oder als Petze zu gelten, vertrauen sie sich niemandem an.

Es gibt keine 100-%igen Anzeichen, bei deren auftreten mit Sicherheit auf Mobbing zu schließen ist. Eltern und PädagogInnen sollten jedoch genauer hinsehen, wenn sie mehrere der folgenden Anzeichen bemerken:

Seien Sie als Elternteil besonders aufmerksam, wenn Ihr Kind…

  • kaum noch von der Schule – insbesondere nicht von KlassenkameradInnen – erzählt
  • kaum noch von KlassenkameradInnen eingeladen wird und sich auch selbst kaum mehr mit anderen Kindern verabredet
  • ausweichend reagiert, wenn Sie es auf die anderen Kinder ansprechen
  • bedrückt, ängstlich oder weinerlich wirkt, wenn es in die Schule gehen muss
  • sich häufig über Kopf- oder Bauchschmerzen beklagt und vorgibt, deshalb nicht zur Schule gehen zu können
  • immer häufiger Kratzer oder blaue Flecken aufweist
  • oft vorgibt, persönliche Gegenstände verloren zu haben bzw. beschädigte Gegenstände oder Kleidungsstücke nach Hause bringt und dafür fadenscheinige Gründe nennt
  • plötzlich schlechtere Schulleistungen zeigt
  • unter Schlafproblemen leidet

Seien Sie als PädagogIn besonders aufmerksam, wenn der junge Mensch…

  • ängstlich und unsicher oder aggressiv im Umgang mit anderen Kindern ist
  • von MitschülerInnen mit gemeinen Spitznamen versehen wird
  • ständig in Konflikte verwickelt ist
  • oft nach persönlichen Gegenständen suchen oder seine Bekleidungsstücke vom Boden auflesen muss
  • bei Mannschaftsaktivitäten jeweils als Letztes gewählt wird
  • übrig bleibt, wenn die SchülerInnen Gruppen selbst zusammenstellen können
  • in der Hofpause im Klassenzimmer bleiben will, sich versteckt oder auf dem Pausenhof isoliert ist
  • häufig krank ist
  • häufig zu spät kommt (weil es anderen MitschülerInnen nicht begegnen will)

verfasst von Mesut Göre

Keine Gewalt an Grundschulen!

Gewaltprävention an einer Grundschule? Ist dieses Thema schon in so jungen Jahren relevant? Ja, das ist es! Dies wurde den Teilnehmenden des Gewaltpräventions-Workshops an der Spreewald Grundschule in Berlin Kreuzberg deutlich.

Im Rahmen meines Lehramtsstudiums an der Uni Potsdam nutzte ich die Gelegenheit bei Selam Berlin ein 2-wöchiges Praktikum zu absolvieren und bei dem Workshop zu assistieren. Auch außerhalb meiner Vorlesungen beschäftigt mich das Thema Gewalt an Schulen. In den Medien ist es sehr präsent und auch während meines einjährigen Bundesfreiwilligendienstes an einer Berliner Schule vor zwei Jahren gab es hin und wieder gewalthaltige Situationen, für deren Lösung ich hinzugezogen wurde. Daher freute ich mich sehr, am Gewaltpräventions-Workshop von Selam teilzunehmen und neue Wege zur Konfliktlösung zu lernen. Weiterlesen

Einführung von „Lernen durch Engagement“

Lernen durch Engagement (im Englischen Service Learning) ist eine Lehr- und Lernform, die schulisches (fachliches) Lernen mit gesellschaftlichem Engagement verbindet. Die Anbindung des strukturell verankerten Engagements von SchülerInnen außerhalb der Schule findet immer im Fachunterricht statt. Dabei stehen die Ausbildung von demokratischen Kompetenzen und bürgerschaftlichem Engagement zur Stärkung der Zivilgesellschaft, aber auch die Veränderung von Unterricht und Lernkultur im Zentrum dessen, was sich unter dem Begriff „Lernen durch Engagement“ versteht.

Gemeinsam mit der Max-Beckman-Oberschule in Berlin-Reinickendorf haben wir eine dreitägige Einführungs-Veranstaltung mit über 100 SchülerInnen realisiert.

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Index für Inklusion

Definition von Inklusion

Nun sollen wir auch noch inkludieren. Wie sollen wir das schaffen?

Seit Jahren wird Inklusion in der Schule gefordert. LehrerInnen und ErzieherInnen fühlen sich zunehmend überfordert, bei dem Gedanken, sich nun um noch mehr Kinder zu kümmern, die bisher der Sonderpädagogik zugeschrieben wurden. Nun sollen die Förderschulen aufgelöst  werden oder sind es bereits und die SchülerInnen dieser Förderzentren in „normale“ Schulen einbezogen werden.

Die Schulen haben die Möglichkeit, mit dem „Index für Inklusion – Lernen und Teilhabe in der Schule der Vielfalt entwickeln“ das inklusive Leben zu etablieren. Doch ist das überhaupt möglich? Weiterlesen